Bakterienkulturen werden in unterschiedlichen Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und weiteren Produkten eingesetzt. Dabei können die Mikroorganismen je nach Herstellungsverfahren lebend oder inaktiviert vorliegen. Doch worin unterscheiden sich diese beiden Formen?
Was sind lebende Bakterienkulturen?
Lebende Bakterienkulturen bestehen aus Mikroorganismen, die zum Zeitpunkt der Herstellung beziehungsweise innerhalb der angegebenen Haltbarkeit noch vermehrungsfähig sind. Sie kommen beispielsweise bei der Fermentation verschiedener Lebensmittel zum Einsatz.
Wie viele lebende Mikroorganismen ein Produkt enthält, kann unter anderem von der verwendeten Kultur, der Verarbeitung, der Lagerung und der Temperatur abhängen. Einige Produkte müssen deshalb gekühlt oder besonders vor Feuchtigkeit und Wärme geschützt werden.
Was sind hitzebehandelte Bakterienkulturen?
Bei hitzebehandelten Kulturen werden die Mikroorganismen während der Herstellung gezielt durch Wärme inaktiviert. Sie sind anschließend nicht mehr vermehrungsfähig. Je nach Verfahren bleiben jedoch Bestandteile der Bakterienzellen im Produkt enthalten.
Für solche inaktivierten Mikroorganismen werden unter anderem Begriffe wie „hitzebehandelte Kulturen“, „hitzeinaktivierte Bakterien“ oder „nicht lebende Mikroorganismen“ verwendet.
Unterschiede bei Verarbeitung und Lagerung
Lebende Kulturen können empfindlich auf hohe Temperaturen, Feuchtigkeit oder lange Lagerzeiten reagieren. Deshalb müssen bei der Verarbeitung und Aufbewahrung bestimmte Bedingungen beachtet werden.
Hitzebehandelte Kulturen sind nicht mehr vermehrungsfähig und können je nach konkreter Kultur und Produktform leichter in Herstellungsprozesse integriert werden, bei denen höhere Temperaturen auftreten.
Insgesamt können hitzebehandelte Bakterien ein besseres Sicherheitsprofil als lebende Kulturen aufweisen, da sie nicht mehr vermehrungsfähig sind. Dies kann insbesondere bei empfindlichen Personengruppen wie älteren Menschen oder Kindern relevant sein.

